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Selbst-Bewusstein im Sternenhimmel
Als ich heute Abend nach Hause gekommen bin, durfte ich vom Hof unseres Hauses aus eine wunderbaren Sternenhimmel genießen. Die Luft war klar, kein Mond am Himmel und – hier bei uns an der Weinstrasse – kaum Strassen- und Hausbeleuchtungen. Neben den großen, hellen Sternen und Planenten sind viel kleinere, schwächer leuchtende Himmelskörper zu erkennen und bilden gemeinsam ein unvergleichliches Lichtermeer über uns.
Wer in einer großen Stadt oder gar in einem Ballungsraum wohnt, der wird dieses Erlebnis nicht vor seiner Haustür finden können. Der Dunst vieler Abgase und die Lichter der Stadt verschleiern die Sterne, vor allem die kleinen, weiter entfernten und schwach leuchtenden. Der Eindruck mag immer noch erhebend sein, kann aber nur ein schwaches Abbild jenes Erlebnisses sein, das ich heute genießen durfte.
Und wer in einer Stadtlandschaft wie Los Angeles oder NewYork geboren worden ist und vielleicht nie bewusst auf dem Land nach oben geschaut hat, der weiß vielleicht gar nichts von der Pracht am Himmel.
Mit unserem Selbst-Bewusstsein ist es genauso. Wenn wir all den Dunst, den Nebel und die Lichter von außen durchdringen können, dann finden wir all die Sterne, die in uns leuchten, all die Ressourcen, Fähigkeiten und Talente, die in uns schlummern, von denen wir bisher vielleicht gar nichts ahnen.
Es ist kaum möglich, in Los Angeles alles Lichter auszuschalten (vom Stromausfall mal abgesehen) und die Luftverschmutzung so lange auszusetzen, bis sich die Atmosphäre geklärt hat. Unser eigenes Bewusstsein zu klären, ist viel einfacher als das – wenn auch nicht immer leicht. Doch es lohnt sich, so wie sich der Blick auf den Sternenhimmel heute Abend gelohnt hat.
Und falls Sie nun denken, dass es bei Ihnen nichts zu entdecken gäbe – die Sterne sind überall, über Mannheim, Bad Dürkheim, Los Angeles und New York. Sie sind nur nicht überall gleich sichtbar. Genauso ist es mit unseren Ressourcen. Sie sind immer da, aber wir sehen oder spüren sie nicht immer.
Wenn Sie Ihr Selbst-Bewusstsein klären wollen, einen ungetrübten Blick auf Ihre Ressourcen werfen möchten, dann können Sie damit anfangen, den Dunst und die störenden Lichter weniger zu beachten und sich auf einen Stern, auf einen wohltuenden Aspekt konzentrieren. Welcher das ist, werden Sie entdecken – vielleicht eine Blume oder ein Inneres Bild von einer schönen Landschaft, eine Melodie oder das Gefühl, gestreichelt zu werden. Gönnen Sie sich jeden Tag ein paar Minuten mit dem Fokus auf diesem einen Stern und beobachten Sie, welche anderen Sterne wie von alleine auftauchen.
Über einen Kommentar dazu freue ich mich sehr. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?
Und wenn jemand ein schönes, selbst gemachtes Foto von einem Sternenhimmel hat und es mir zur Verfügung stellen würde, dann könnte ich den Beitrag noch bebildern. Einfach an mich mailen. Danke!
- 1 Kommentare


Hallo Wolfgang,
ich wollte dir nur schnell auf diesem Wege mitteilen, dass ich deinen Eintrag vom Sternenhimmel und dem Selbstbewusstsein wieder einmal, wie viele deiner Einträge schön und bereichenrd finde. Ich kann das nur unterschreiben. Sternenhimmel sind überall da, aber manchmal haben sie eine stärkere Präsenz. Mir geht das oft so und den tollsten Sternenhimmel habe ich in der Wüste beobachten dürfen. Aber auch hier bei uns in Schriesheim hat dieser seinen Reiz. Sich auf die vielen kleinen und großen Geschenke und Glückseligkeiten im Leben zu fokussieren und sich für die eigenen "Sternenstunden" Zeit zu nehmen ist wirklich so kostbar und hilfreich. Das kann ich nur bestätigen und wenn man dies bewusst vollzieht, dann wird das Leben schön. :-)