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02.05.2011
00:03

Jede Medaille hat zwei Seiten

Jede Medaille hat zwei Seiten – entscheiden Sie, welche für Sie die wichtigere ist!

Alles in unserem menschlichen Dasein hat gleichzeitig mehrere Seiten – mindestens zwei wie die berühmte Medaille. Jedes unserer Ziele wird auch Seiten haben, die uns nicht gefallen, und alles das, was wir nicht haben wollen, hat auch Seiten, die für uns willkommen sind - auch wenn das oft nicht auf den ersten Blick zu sehen ist. So würden die meisten Menschen einen Millionengewinn als uneingeschränkt positives Erlebnis bewerten, weil sie sich nur auf den Aspekt der wirtschaftlichen Freiheit konzentrieren, nicht aber auf die anderen Veränderungen, die ein solches Ereignis mit sich bringen könnte. Eine schwere Krankheit möchte niemand haben, und doch gibt es viele Berichte von Menschen, die durch eine solche hindurchgegangen sind und sie im Nachhinein als ein für ihr Leben positives Erlebnis ansehen können.

Wenn es mir also gelingt, meine Aufmerksamkeit vor allem auf das für mich und meine Ziele günstige und hilfreiche in dem zu richten, was ist, werde ich mehr Kraft, mehr Zuversicht und mehr Klarheit erleben und so mehr dafür tun können, meine Ziele auch tatsächlich zu erreichen. Gleichzeitig bin ich mir der negativen und belastenden Aspekt bewusst und kann die gewonnene Kraft nutzen, mit diesen besser zurecht zu kommen oder sie zu verändern.

Unser Gehirn wird in allem, was es oft tut, besser. Wir kennen das, denn was wir üben, geht uns immer leichter von der Hand. Unser Gehirn verändert sich ständig und baut Netzwerke auf und aus. Dies gilt auch für unser Erleben – je öfters wir uns wohl fühlen, desto leichter werden wir diesen Zustand wieder erreichen.

Der Kernpunkt aller mentaler Strategien die die Steuerung unserer Aufmerksamkeit. Je stärker ich meine Aufmerksamkeit auf angenehme und hilfreiche Aspekte einer Situation, eines Menschen oder meines Lebens richte, desto mehr angenehme und zuversichtliche Gefühle werde ich haben – die Situation, der Mensch, mein Leben erscheint in einem für mich positiven Licht.

Je mehr Zeit und Intensität ich beispielsweise im Mentaltraining mit der Vorstellung eines erfolgreichen Projektabschlusses oder Wettkampfes verbringe, desto mehr Erfahrung bekommt mein ganzer Organismus mit den dazugehörigen Argumentationen, Präsentationen oder Bewegungsabläufen. Je konzentrierter ich im Autogenen Training bei den Übungen bin, desto entspannter werde ich. Ich erlebe das, worauf ich mich konzentriere.

Meine persönlichen Ziele bestimmen, was für mich hilfreich ist und was nicht. Eine unangenehme Erfahrung kann mich darauf hinweisen, dass ich noch etwas lernen kann und so durchaus positiv im Sinne von hilfreich sein.

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